[ objective-view ]
Der schwebende Wolkenfaden und die schrägen Riesen der Nebelstadt
Hoch über den schillernden Türmen, die wie aus einem Traum aus Glas und Stahl gewachsen sind, zieht ein silberner Faden durch den Himmel – ein geheimnisvoller Wolkenstrang, der sich in die Unendlichkeit verliert. Die Stadt darunter, sonst so stolz und gerade, wirkt plötzlich wie eine Ansammlung von schräg gewachsenen Pilzen oder schlafenden Riesen, die sich gegen den blauen Vorhang aus Watte drängen. Irgendwo zwischen den schwebenden Bauwerken und den flauschigen Wolkenbergen scheint die Schwerkraft vergessen worden zu sein. Ein Vogel zieht seine Kreise, als wollte er den geheimnisvollen Faden berühren, doch der bleibt unnahbar, ein kosmisches Nähgarn, das den Himmel flickt. Und dann – ein Blitz, ein Lachen, ein kurzer Moment, in dem alles möglich scheint, bevor die Welt wieder in ihre vertrauten, wenn auch immer noch erstaunlichen Bahnen zurückfällt.