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Marsianische Kanäle – oder doch nur ein Spaziergang durchs irdische Schlaraffenland?
Plötzlich, als hätte jemand den Himmel aufgemacht und mit einem Pinsel aus flüssiger Luft gemalt, breitet sich vor dir ein Panorama aus, das wie aus einem vergessenen Reisebericht eines Entdeckers wirkt. Dort, wo das blaue Band des Kanals sich wie ein schläfriger Flussdrache durch die grüne Weite schlängelt, scheint die Zeit stehengeblieben zu sein – als hätte jemand die Landschaft mit einem Zaubertrank aus Sonnenschein und Wolkenflusen besprüht. Die Häuser am Ufer, versteckt zwischen Bäumen wie in einer gut gehüteten Geheimsprache, flüstern Geschichten von Bauern, die hier seit Jahrhunderten mit den Feldern hadern, während der Wind über die Hügel pfeift, als würde er eine unsichtbare Melodie spielen. Und dann dieser Himmel, so blau, dass man fast vergisst, dass er nur aus Luft besteht – ein perfektes Dach für diese irreal schöne, fast zu friedliche Szenerie, die einen unwillkürlich an eine fremde Welt erinnert, die es doch gar nicht gibt. Oder doch?