[ objective-view ]
Die vergessenen Wächter der Prärie – oder: Warum Bäume hier ihre Frisur vernachlässigen dürfen
Plötzlich steht man vor einer Landschaft, die aussieht, als hätte ein schriller Wind die Zeit vergessen. Die Himmel sind so blau, dass man fast vergisst, wie man atmet, während die Wolken wie schlafwandelnde Riesen über das Feld schleichen. Dort, zwischen dem sanften Grün und dem goldenen Stroh, thronen die Bäume – oder was von ihnen übrig blieb. Ihre Äste strecken sich wie die Finger eines müden Dichters, der gerade eine besonders traurige Ballade über den Frühling geschrieben hat. Und irgendwo in der Ferne flüstert das Gras ein Geheimnis, das niemand zu hören scheint – außer vielleicht den Wolken, die es gerade mit einem verschmitzten Lächeln belauschen.