[ objective-view ]
Die Mondkrater der Spaghetti-Oase – oder: Als die Nudeln zum Weltraum aufbrachen
Plötzlich, zwischen den vertrauten Schwaden der Küche, tut sich ein Universum auf: winzige Krater, gefüllt mit flüssigem Licht, ziehen sich in perfekten Reihen über eine fremde Ebene. Irgendwo hat jemand die Sterne in Essig eingelegt und mit einem unsichtbaren Pinsel über das All gepinselt – doch statt Glitzer bleibt ein schimmerndes, irisierendes Netz zurück, das sich wie ein kosmischer Teppich über eine Landschaft aus getrockneten Flüssen spannt. Die Sonne, schräg und neugierig, wirft ihre Schatten als geheimnisvolle Botschaften in diese Welt aus Nudelstaub und verirrten Glitzertropfen. Man könnte meinen, man stünde am Rand einer planetaren Speisekammer, wo die Spaghetti nicht nur gekocht, sondern auch zu einer Reise durch ein optisches Labyrinth verarbeitet wurden. Und irgendwo in der Ferne – oder vielleicht ganz nah – wartet der Koch, der all das mit einem Löffel erschaffen hat.